Warum Employer Branding gerade in Krisenzeiten wichtig ist

Was haben Bayer, VW, SAP, Microsoft und Google gemeinsam? Richtig – sie haben in den letzten Monaten Entlassungen im großen Stil angekündigt. Und stehen damit nicht allein, denn die Wirtschaft stagniert und die ökonomische Situation bleibt unsicher.  

Sicher ist jedoch, dass auch in Krisenzeiten das Thema Employer Branding nicht vernachlässigt werden darf. Es mag zwar verführerisch sein, das Budget jetzt anderweitig einzusetzen, doch dieser Shift wird sich nicht rechnen.  

Drei Gründe, warum Employer Branding trotz Entlassungen wichtig ist: 

  1. Wiederaufbau des Teams nach der Krise: Nach dem Abschwung folgt meist der nächste Aufschwung – und damit der Bedarf an neuen Arbeitskräften. Ein beschädigtes Arbeitgeberimage erschwert es jedoch, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen.  

  2. Mitarbeiterbindung: Wenn Mitarbeitende sehen, dass ihr Arbeitgeber auch in schwierigen Zeiten transparent, respektvoll und fürsorglich handelt, steigen Loyalität und Engagement. Ein positives Arbeitsumfeld und das Gefühl von Sicherheit auch in schwierigen Zeiten können verhindern, dass High Performer das Unternehmen verlassen – etwas, das in einer Krise schwer zu kompensieren ist. 

  3. Externe Wahrnehmung: Ein Unternehmen, das trotz Entlassungen als fair und verantwortungsvoll wahrgenommen wird, kann langfristig profitieren. Auch wenn der der Fachkräftemangel in der Krise weniger stark ausgeprägt ist, wird die Unternehmensreputation genau beobachtet. Potenzielle künftige Mitarbeitende, Kund:innen und Geschäftspartner:innen schätzen Unternehmen, die auch in schwierigen Zeiten Haltung zeigen und ihre Werte leben. 

Doch wie können Unternehmen ihre Arbeitgebermarke gerade in Krisenzeiten pflegen? Folgende Maßnahmen können helfen:  

  1. Transparente Kommunikation: Ehrliche und regelmäßige Kommunikation mit allen Mitarbeitenden ist das A und O. Die Gründe für Entlassungen sollten klar und nachvollziehbar vermittelt werden. Ebenso wichtig ist es, den verbleibenden Mitarbeitenden eine Perspektive aufzuzeigen. 

  2. Unterstützung für Betroffene: Outplacement-Programme, Hilfe bei der Jobsuche und emotionale Unterstützung für die entlassenen Mitarbeitenden können den Unterschied machen. Unternehmen, die sich um ihre ehemaligen Mitarbeitenden kümmern, zeigen Verantwortung und stärken so auch ihre Arbeitgebermarke. 

  3. Förderung des Zusammenhalts: Krisenzeiten können den Zusammenhalt im Team stärken, wenn das Unternehmen den Mitarbeitenden zeigt, dass es sich um sie und den Team-Spirit kümmert. Gemeinsame Events, Weiterbildungen und das Einbeziehen der Mitarbeitenden in Restrukturierungen sollten auch und gerade in schwierigen Zeiten nicht zu kurz kommen.  

Fazit 

Eine starke Arbeitgebermarke ist nicht nur ein Wettbewerbsvorteil in guten Zeiten, sondern kann gerade in der Krise den Unterschied zwischen kurzfristigem Überleben und langfristigem Erfolg ausmachen. Unternehmen wie Bayer, VW oder SAP müssen nun mehr denn je beweisen, dass sie auch in schwierigen Zeiten verantwortungsbewusst handeln. Denn eines ist sicher: Die Krise wird vorübergehen, und dann wird es umso wichtiger sein, als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Sie möchten wissen, wie dies genau gelingen kann? Gerne beantworten wir Ihre Fragen in einem kostenfreien Erstgespräch.

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